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2002: Ernst Schrupp mit 87 Jahren online im Gespräch mit Muslima


HINWEIS: Ernst Schrupp ist verstorben. Am 19. Februar 2005 endete ein von Gott erfülltes Leben. Viele Christen trauern und freuen sich zugleich: Ernst Schrupp ist beim Vater angekommen!
Dieses Interview wurde bereits im Jahr 2002 geführt!


Ernst Schrupp (87), pensionierter Leiter eines Missionshauses, ist noch lange nicht “zur Ruhe” gekommen. Sein Herz brennt noch immer für das Werk Gottes, für das Handeln Jesu im 21. Jahrhundert. Er hat viele Bücher geschrieben. Noch im Februar 2002 erscheint sein neuester Titel. Er hat deutsche Muslime als Hörer des Evangeliums entdeckt.
Hier ein Interview mit dem 87-Jährigen.
Wie sind Sie darauf gekommen, eine eigene Internet-Seite zu betreiben über deutsche Muslima?
Ich habe vor zwei Jahren ein Laptop angeschafft. Eigentlich hatte mich einer meiner Söhne ermutigt, weil ich den Computer bei meiner Tätigkeit noch gut gebrauchen könne, zum Beispiel. für Korrespondenz, zum Schreiben von Artikeln und eben auch weiteren Büchern.

Inzwischen sind sie ja auch im Internet
Ja. Ich habe ein Buch herausgegeben mit dem Titel „Johanna: Ich kämpfte für Allah.” Es enthält im wesentlichen ihre Lebensgeschichte. Sie kam aus christlichem Hause, hat aber im langläufigen Christentum nicht ihr Zuhause gefunden. Schon früh kam sie he Gesellschaft und vor allem mit Frauen zu einer gewissen Freundschaft. Damals hat sie sich klar entschieden für die islamische Religion. Sie ist dann sogar Frauenbeauftragte geworden für eine größere -fundamentalisch-islamische Organisation und hat in dieser Weise einen Glaubenskampf für Allah geführt, den sie nun als ihren Gott anerkannte - gemäß dem Koran. Dann hat sie in ihrer Not die persönliche Verbindung gesucht, dass er ihr helfen möge. Doch da war Funkstille. Die junge Frau las ein Buch, sehr im Geheimen. Ihr Mann war ja Muslime aus der Türkei: „Israel und das Reich des Islam”. Sie erkannt, dass sie an diesem Reich mittbaute, indem sie deutsche Frauen zum Übertritt zum Islam motivierte. Es war ihr klar, sie musste aus dieser Religion und dieser islamischen Gesellschaft heraus.
Sie suchte weiter nach Hilfe, vielleicht durch ein Buch, und suchte in einer christlichen Buchhandlung. Der Buchhändler erkannte ihre Not und gab meine Telefonnummer.
Es kommt eine dramatische Weiterentwicklung. Letztendlich konnte ich ihr heraushelfen aus dieser religiösen Macht. Jesus ist ihr begegnet und sie ist heute ein klar gläubiger Christ.

Wo kam das Internet ins Spiel?
Über diese Lebensführung dieser Frau und ihre Rettung aus dem Islam heraus und ihr Hineinfinden in eine christliche Gemeinde ist nun das Buch „Ich kämpfte für Allah” entstanden. Es kommt nach zwei Jahren in siebter Auflage heraus und wird in andere Sprachen übersetzt.
Da wurde mir klar: Damit muss ich ins Internet, und zwar speziell für Deutsche, die Muslime geworden sind oder es werden wollen. Man schätzt ihre Zahl auf über 100.000.

Was findet man an Infos auf der Seite?
Die Adresse lautet www.deutsche-muslima.de. So kann man sich einschalten in das Gesprächsforum. Ich begrüße die Besucher. Auf der Startseite stehen zwei Bilder von Muslimas; die eine, die auf dem Buchtitel von „Ich kämpfte für Allah” zu sehen ist und die andere auf dem neuen Buch, das jetzt herauskommt: Ernst Schrupp: Mit Muslimen im Gespräch.”

Wieviele Nutzer hat die Seite?
Das schwankt. Nach 1,5 Jahren stehen fast 17.000 Einschaltungen auf meinem Zähler. Im Gesprächsforum stehen über 3.000 Beiträge von Muslimen, Christen, Juden, Atheisten

Wer beteiligt sich an den Foren?
Hauptsächlich deutsche Muslime, Männer wie Frauen. Sie wurden durch das Lesen des Buches angeregt. Oder sie nahmen die Highlights aus dem Buch, die auf der Homepage zu lesen sind, oder das Inhaltsverzeichnis und die Exkurse des neuen Buches zum Anlass.

Kommen mehr Anmerkungen - oder fragen die Nutzer?
Hauptsächlich kommen Fragen - und darauf wieder Antworten. Es gibt Beiträge, die den christlichen Glauben überhaupt ablehnen oder solche, die ihre Positionen darstellen.

Also seltener persönliche Stellennahmen?
Es kommen in der Tag weniger direkt persönliche Fragen und des werden nur wenige eigene Erfahrungen genannt. Aber man kann diese doch hinter den Fragen erkennen. So kommt es auch aus dem Forum heraus zu Fragen über E-mail, die dann auch persönlich von mir beantwortet werden.

Wie viele persönliche Anfragen gibt es?
Ihre Zahl steigt allmählich, so dass ich andere mit einschalte zur Beantwortung.

Welche Tendenz merken Sie da?
Es gibt wirklich ernsthaft fragende Leute im Blick auf Beziehung etwa einer jungen Christin mit einem muslimischen Mann, Frage nach der Ehe, evtl. der Scheidung. Aber auch sehr sachliche Fragen, aus denen hervorgeht, dass der Fragesteller Islam oder Christentum in Frage stellt, er aber persönliche Antworten haben möchte.

Wer antwortet?
Ich oder andere Mitarbeiter. Das Gesprächsforum ist für alle offen. Wir entfernen nur unangemessene Beiträge.

Wer betreut die Seite inhaltlich - wer technisch?
Ich habe wie üblich einen Webmaster - in diesem Fall eine Webmasterin. Aber ich möchte das alles auch von hier aus mehr in der Hand haben und habe ein entsprechendes Team gebildet.
Wie bauen Sie die Brücke zur Gemeinde, die ja durchaus Hunderte von Kilometern entfernt sein kann?
Ich komme viel herum durch Vorträge und Gespräche in christlichen Gemeinden - auch in Gymnasien, usw.. Dabei liegen meine Bücher aus und ich mache auf mein Forum aufmerksam. Gerade noch war ich bei einem Gemeindeleiter und veranlasste ihn, sich die Seite selber einmal anzuschauen. Die waren gleich so dabei, dass der Vater sofort einen Beitrag zur vorliegenden Frage (Wer ist Gott? Wie erfahre ich Gott?) gab. Und der Sohn auch sofort, spontan mit einigen Zeilen schilderte, wie er Gott erlebt. Ein paar Tage später waren schon Antworten von Muslimen da. Aber sie konnten nicht sagen, wie sie persönlich Allah erleben.
Was planen Sie noch?
Und so erweitere ich jetzt die Gestaltung meines Internet-Forums, indem ich daraus drei Foren forme. In dem ersten geht es um die Gottesfrage: Wer ist Gott, wie erfahre ich ihn?. Der zweite Raum widmet sich der Frage „Wer ist der Mensch?” Es geht um seine Beziehung zu Gott und das Miteinander in der Gesellschaft. Der dritte Bereich widmet sich der Welt - meiner persönlichen Umwelt und der Welt als ganzes. Wie nehme ich sie wahr? Welche Zukunft sehe ich?

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Aus unserem Nachrichten-Archiv

Die hier zitierten Berichte spiegeln keine offizielle Meinung unserer Gemeinden wider. Sie dienen der allgemeinen Information. Die Quelle ist jeweils angegeben. Die Nachrichten entsprechen dem angegeben Stand und können inzwischen überholt sein.
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Ernst SchruppErnst Schrupp: Der inzwischen verstorbene ehemalige Leiter des Missionshauses Bibelschule Wiedenest in Bergneustadt wagte sich auch mit 87 Jahren noch an das Betreiben einer Internet-Seite - weil er die großartigen Möglichkeiten sah.

Das Missionshaus Bibelschule Wiedenest ist ein christliches Werk innerhalb der Brüdergemeinden, das auch anderen Gemeinden dient. Es ist in folgenden Bereichen tätig: Bibelschule: Ausbildung von derzeit rund 140 jungen Menschen für den Dienst in Gemeinden und der Mission. Missionshaus: Betreuung von etwa 140 Missionaren in 20 Ländern. Gemeindeforum: Zusammenfassung von externen Gemeindediensten (Kinder, Jungschar, Jugend, Frauen, Männer, Seelsorge) und internen Schulungen, Tagungen, Seminaren, Konferenzen und Freizeiten. 1905 in Berlin als Bibelschule für Innere und Äußere Mission gegründet, konzentrierte sich die Arbeit des Werkes seit 1919 in Bergneustadt-Wiedenest, Nähe Köln.