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Wie Gott sich selbst nennt

Vor 2700 Jahren schrieb der Prophet Jesaja:

"Das Volk, das im Finstern lebt, sieht ein großes Licht; hell strahlt es auf über denen, die ohne Hoffnung sind. (...) Die Soldatenstiefel, die beim Marschieren so laut dröhnen, und all die blutverschmierten Kampfgewänder werden ins Feuer geworfen und verbrannt. Denn uns ist ein Kind geboren! Ein Sohn ist uns geschenkt! Er wird die Herrschaft übernehmen. Man nennt ihn "Wunderbarer Ratgeber", "Starker Gott", "Ewiger Vater", Friedefürst". Er wird seine Herrschaft weit ausdehnen und dauerhaften Frieden bringen." aus Jesaja 9, Verse 1, 4-6a

 

Heißt Du Müller oder Maier?

Schmidt oder Schulte? Dann hast Du eines gemeinsam mit hunderttausenden Deutscher: den "Sammelbegriff" in Deiner Geburtsurkunde. Nichts gegen Sammelbegriffe. Aber ein besonderes Charaktermerkmal scheint da nicht durch. Herr Schmidt schmiedet genauso selten Eisen wie Frau Müller Körner malt. Und Frau Meier kauft ihre Milch vermutlich auch im Supermarkt um die Ecke, statt sie "zu meiern". Aber wenigstens leicht zu merken sind sie, diese "Allerweltsnamen". Bei Künstlernamen sieht das schon anders aus: "Tina Turner", das zergeht auf der Zunge, vermittelt Kraft, das turnt an, das macht neugierig. "Power" ist angesagt. Angeblich, wohlgemerkt! Solche Stars prägen oft die Namensgebung ganzer Generationen. Eltern nennen ihre Kinder "Nicole" oder "Otto" in der Hoffnung, dass ihre Kids mal genauso werden. Das klappt selten, wie "Napoleon der xte" oder "Friedrich Wilhelm der soundsovielte" bewiesen.

 

Wo Müller drinsteht, muss auch...?

In grauer Vorzeit wusste jeder Reisende: Was auf dem Schild steht, das zählt. Beim Schmied gab's Hufe und Heu. Beim Wirt(h) Bier, beim Bauern Eier. Oder man nahm die Ortsnamen: "Jesus von Nazareth" beispielsweise. Es war ein ganz anderes System. Namen veränderten sich. "Spitznamen" wie heute waren ganz normal. Was die Menschen im Gegenüber sahen, so nannten sie ihn: "Stange", "Dicki", "Rübe".... Karl wurde "der Große", aus Saulus ein Paulus. Und aus Simon der Petrus. Namen hatten Inhalt.

 

Gestatten: Wunderbarer Ratgeber...

"Gestatten: Wunderbarer Ratgeber". Huch: Wer ist das denn?
Er hat gleich noch einen Namen, einen Doppel- und Dreifachnamen: "starker Gott", "Vater der Ewigkeit" und "Friedefürst" - nennt der Prophet Jesaja das Kind, das geboren werden sollte. Starker Tobak, oder? Ein Kind mit Namen "Wunderbar" oder "starker Gott"?
Zugegeben: Es sind alte Worte. Müsste das Jesaja-Kapitel 9, Vers 7 heute geschrieben werden, stünde da vielleicht was von "Power" oder so.
Vor rund 2700 Jahren redete Jesaja so von einem Kind, das sieben Jahrhunderte später auf die Welt kam: unter ärmlichsten Bedingungen in einem Kaff namens Betlehem, irgendwo im hintersten Zipfel des römischen Imperiums.

 

Tote lebendig gemacht

Dieses Kind wuchs heran, heilte Menschen, machte Tote lebendig, predigte über Gottes Pläne mit den Menschen: Jesus von Nazareth. Wir kennen die Story von Kreuzigung und Auferstehung. "Er wird die Herrschaft übernehmen" kündigte Jesaja an. In einem Atemzug mit den umständlichen aber inhaltsreichen Namen "Wunderbarer Ratgeber, Starker Gottt, Ewiger Vater, Friedefürst".
Darauf hatte das Volk gewartet: Auf einen starken Helden, der die verhaßten Römer rausschmeißen würde. Einer, der den Thron ihres Heldenkönigs David wieder aufstellen sollte! Hatte Jesaja nicht geschrieben: "Die Soldatenstiefel, die beim Marschieren so laut dröhnen, und all die blutverschmierten Kampfgewänder werden ins Feuer geworfen und verbrannt."?
Was war das für Gott, der dem unterdrückten Volk einen Zimmermann schenkte, statt eines Helden?

 

Gott hat einen Namen

Auch Gott hat Namen: "Ich bin, der ich bin" lautet einer. Gestatten: "Ich bin, der ich bin", sagt er zu Mose in der Wüste. Hah! Was ist das?
"Ich bin, der ich bin" hat eine doppelte Bedeutung. Hast Du schon mal versucht, etwas zu beschreiben, für das Dir die Worte fehlten? Welcher Vergleich sollte Gott beschreiben, der doch alles geschaffen hat? Wie lang ist ein Meter? Wie soll ich ihn beschreiben, wenn mir die Begriffe fehlen?
Gott ist Alpha und Omega, Anfang und Ende. Gott ist unendlich und zeitlos. Welchen Maßstab will ich anlegen für den Maßstab? Das wollte Gott sagen: Ich bin der Maßstab für alles.

 

Ich heiße "Ich bin für Euch da!"

Doch das war nicht alles. Die Worte standen gleichzeitig für "Ich bin für Euch da!"
Gott schickte Mose zu den versklavten Israeliten: "Erzähle, der "Ich bin für Euch da!"-Gott hat dich geschickt!" Wie so oft in der Bibel, verstehen Menschen erst zig Generationen später, was Gott mit einem Ausspruch meinte. Gottes Wort ist zeitlos. Manches erfüllte sich einst nur unvollständig. Die eigentliche Wahrheit, die wichtigere Kernaussage kommt erst später ans Tageslicht. Unter "Ich bin für Euch da!" verstand der Schöpfer des Universums, sich selber als Mensch auf diese Erde zu begeben. So sehr hat uns dieser "Ich bin für da" geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe..."
Gott wollte keine neue Sprachverwirrung wie in Babel, keine Sintflut wie zu Noahs Zeiten und schon gar keine Heere von himmlischen Armeen, die mit dem Schwert für Gerechtigkeit kämpfen. Nein: Wem sollten diese Heere denn den Kopf abschlagen, und wen sollten sie verschonen: Ab wieviel Lügen und Hass sollten sie kurzen Prozess machen? Gott will "Friedefürst" sein - und ging dazu den untersten Weg.
Er bezahlte für das, was wir verdient haben: den Tod.

 

Der Plan Gottes

"Ich bin für Euch da" verfolgt einen Plan. Bis heute dröhnen die Soldatenstiefel über diese Erde. Weil "Ich bin für Euch da" auf dieser Erde starb und auferstand, kannst Du für Gott da sein: "Er wird die Herrschaft übernehmen", das gilt zunächst Dir!
Ich bin sicher: Eines Tages wird Jesus die Herrschaft über die ganze Erde übernehmen. Dann werden auch die blutverschmierten Gewänder ins Feuer geworfen. Gott heißt "Friedefürst".
"Das Volk, das im Finstern lebt, sieht ein großes Licht: hell strahlt es auf über denen, die ohne Hoffnung sind". Wir sehen das Licht - heute! (H)
Wer drüber nachdenken möchte:
Schau mal ins Namenslexikon, was Dein Name bedeutet! Entspricht er der Realität?
Fallen Dir weitere Namen Gottes ein, mit denen ER sich uns vorstellt?
Kannst Du persönlich etwas mit dem Namen "Ich bin für Dich da?" anfangen? Welche Konsequenz hat das für Dein Leben?
Was bedeutet es für Dich, mitten in dunkler Nacht auf unbekannten Wegen ein "Licht" zu sehen?
Ist das beschriebene Kind für Dich ein "Licht", wie Jesaja es beschrieb?