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Piratenangriff auf Karfreitag

"Zum Teufel mit dem Tanzverbot!"
und der EU-Kampf um christliche Feiertage

Die neue Piraten-Partei bläst zum Angriff auf christliche Wertvorstellungen und Traditionen: Kurz vor Ostern scheiterte ein Eilantrag vor dem Bundesverfassungsgericht, das Tanzverbot an Karfreitag zu kippen. Trotzdem organisierten hessische Piraten in mehreren deutschen Städten spontane Tanzpartys.

 

Sollte die jüngste deutsche Partei weiter so rasant Einfluss in der deutschen PolitikPiratenpartei in Brandenburg bekommen, könnten für Christen und christliche Kirchen schwere Zeiten anbrechen. Unter dem Siegel vermeintlicher Freiheit entern die "neuen Grünen" gleich eine ganze Palette christlicher Wertvorstellungen.

 

Nicht nur, dass sie die Freigabe bisher illegaler Drogen fordern (nicht grundsätzlich, aber sehr viel "freier" als bisher):

Fotonachweis: Frank Bürger/flickr
Infos: siehe unten

Die Piraten wollen bisherige Privilegien religiöser Gemeinschaften abschaffen
und fordern die Gleichstellung aller Lebensgemeinschaften (bisher hat die Ehe in der deutschen Verfassung eine besondere Bedeutung).

 

Der Streit in Frankfurt war eskaliert, weil das Ordnungsamt der Stadt eine öffentliche Party am Karfreitag verboten hatte mit dem Hinweis auf das Feiertagsgesetz. Die Kampagne der Piraten steht unter dem treffenden Slogan "Zum Teufel mit dem Tanzverbot!".
Zwei hessische Verwaltungsgerichte hatten darauf der Stadt Recht gegeben. Der Antrag an das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, das Tanzverbot an Karfreitag abzuschaffen, scheiterte an formalen Fehlern. Das Bundesverfassungsgericht urteilte nicht über die inhaltliche Frage.


Einer der "stillen Feiertage"

Bisher zählt Karfreitag zu den sogenannten "stillen Feiertagen". Angesichts des Todes Jesu am Kreuz von Golgatha sollen an diesem Tag keine Volksbelustigungen und große Partys gefeiert werden. Auch Geschäfte, Firmen, Behörden und Schulen bleiben geschlossen. Für Christen ist Karfreitag so etwas wie die dunkelste Stunde des Weltgeschehens. Christus hat am Kreuz für ALLE Sünden, die je begangen wurden und je begangen werden, bezahlt: mit einem grausamen Tod.

Was Bürgerinnen und Bürger in den eigenen vier Wänden machen, bleibt von den Gesetzen unbetroffen. Nur im öffentlichen Rahmen soll es ein stilles Gedenken geben statt Halligalli.


Karfreitag steht im hessischen Feiertagsgesetz (analoge Gesetze gibt es in anderen Bundesländern) in einer Reihe mit Weihnachten, Ostern, dem Tag der deutschen Einheit und dem Volkstrauertag. Wenn dieses Gesetz demnächst überarbeitet wird, wollen die Piraten ihren nächsten Angriff starten. Sie sehen sich durch das Tanzverbot in ihrem "Grundrecht auf Versammlungsfreiheit" eingeschränkt.

Eine verschwindende Minderheit der Deutschen weiß allerdings überhaupt noch, warum Ostern und Karfreitag "Feiertage" sind und was Christen an diesen Daten feiern.

 

"EU-Beamte wollen Christentum systematisch entfernen"

 

Das zusammenwachsende Europa verbessert die Situation leider auch nicht.EU-Parlamentsgebäude in Straßburg Ein von der EU herausgegebener Schülerkalender hatte im vergangenen Jahr bereits alle christlichen Feiertage getilgt, während hohe Festtage des Islam und hinduistische Feiertage aufgelistet wurden.

Das rief des für das Sauerland zuständigen Europa-Abgeordneten Dr. Peter Liese aus Meschede auf den Plan. Im Dezember 2011 teilt er erfreut mit, dass seine Proteste gewirkt hätten. In der aktuellen Fassung sind Karfreitag, Ostern etc. wieder eingezeichnet und erklärt (siehe unten).

 

Der CDU-Abgeordnete Dr. Peter Liese schreibt:

MdEP Peter Liese"Nachdem Ende letzten Jahres bekannt geworden war, dass der EU-Schülerkalender zwar muslimische und hinduistische Feiertage auflistet und erklärt, aber nicht christliche Feiertage wie Weihnachten, hatten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, auch aus Südwestfalen, protestiert.

Ich habe unmittelbar mit dem zuständigen Kommissar John Dalli Kontakt aufgenommen. Auch den Kommissar störte das Verhalten seiner Amtsvorgängerin Kuneva und es wurde umgehend eine neue Version auf den Markt gebracht.

Der EU-Schülerkalender beschreibt in für Jugendliche verständlicher Form die Aufgaben der Europäischen Union und gibt Tipps zum Beispiel für Ausbildung und Studium im Ausland.

Leider gibt es in der Europäischen Kommission einige Karfreitag wieder im EU-Schülerkalender erklärt Beamte, die das Christentum systematisch aus dem öffentlichen Leben entfernen wollen. Das Beispiel zeigt, dass es auch engagierte Politiker in Kommission und Parlament gibt, die dem entgegen stehen."

Liese-Pressemitteilung in voller Länge
Link zur pdf-Version des EU-Schülerkalenders (8.25 MB)

Fotonachweis Piraten-Foto oben rechts:
Frank Bürger/flickr, Rechte entsprechend
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