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Was ist Sünde?

"Evangelium bedeutet zunächst "Frohe Botschaft", nicht "Drohbotschaft": Der Schöpfer des Universums, Gott, schickte seinen Sohn auf die Welt, um die Menschen zu retten.

 

Doch warum sind wir Menschen überhaupt in einer Situation, aus der wir "gerettet" werden müssten? Sind wir hier auf der guten alten Erde wirklich "verloren"? Es geht um die Folgen der "Sünde". Und um die zu erklären, müssen wir ein wenig ausholen. Die folgenden Zeilen und Grafiken fordern mehr Zeit als die anderen "Gedankenanstöße" unserer Homepage.

 

Was sollen solche engen Gebote eigentlich?

 

Der Hersteller eines technischen Gerätes weiß am besten, wie dieses funktioniert; Sprich: Wie sein Werk seinen ihm zugedachten Zweck erfüllt. Funktioniert ein technisches Gerät nicht, so kann es seinen Sinn nicht erfüllen. Ein Auto, das nicht fährt, bringt nichts. Vielleicht kann es hupen oder blinken. Vielleicht vollführt es Bocksprünge. Doch die zurückgelegte Entfernung ist kaum in km/h auszudrücken. Also: Was soll`s?
Der Erfinder eines Spieles weiß am besten, wie sein Spiel funktioniert. Seine Spielregeln verhindern Streit, sie machen Sinn. Was wäre, wenn jeder nach seinem Sinn spielt? Irgendwann passt das Ganze nicht mehr. Es macht keinen Spaß und endet selten mit einem "Gewinner". Also: Was soll's?
Genauso, wie der Hersteller am besten weiß, wie sein Gerät funktioniert, und der Spielehersteller, was sein Spiel soll, so weiß auch Gott, wie sein Werk funktionert.

 

Deshalb könnte man formulieren:
Sünde = Zielverfehlung.
Gott weiß, wie's funktioniert

 

Karikatur Lauf des Lebens mit Ziel Gott hat den Menschen gemacht - wie, das lesen wir gleich am Anfang der Bibel, im ersten Buch Mose. Gott schuf Mann und Frau. Gott gab ihnen, wie allen anderen Tieren auch, die Fähigkeit, sich zu vermehren; er machte sie seinem Wesen gleich: Das heißt, sie konnten denken; sie waren Individuen, Persönlichkeiten, die sich für oder gegen etwas entscheiden konnten. Sie bekamen einen freien Willen.
Darüber hinaus stellte Gott die Menschen als Gipfel der Schöpfung über alles andere Getier: Die Menschen sollten den Tieren Namen geben und sich die Erde "Untertan" machen.

 

Der Schöpfer legt uns das Paradies zu Füßen

 

Der Schöpfer des Universums gab ein Stück seiner Macht ab; er legte den ersten Menschen das Paradies zu Füßen.
Gott wusste, was gut für seine Menschen war, und was nicht gut war. Gut waren alle die Früchte und die ganze Natur - ein Paradies, wie es im Buche stand.
Reizende Verführung
Doch damals wie heute nutzten die Menschen die Freiheit aus. Das einzige, was sie nicht genießen sollten, war der "Baum der Erkenntnis von Gut und Böse". So ist es bis heute: Was wir nicht haben, reizt uns mehr als alles andere.

Die schöne Frau "macht uns an!"

Das Haus den Nachbarn reizt uns zum Neid.

Das Auto des Arbeitskollegen zwingt uns, einen Kredit aufzunehmen, um ein besseres Modell zu kaufen - obwohl man es sich nicht leisten kann.

"Mein Pokemon, mein Handy, mein Computer,..."

Das Nachbarland hat Öl und bringt uns dazu, Krieg zu führen. Oder die Nachbarn kriegen mehr Kinder und deshalb töte ich sie.

 

Sein wie Gott!

 

"Ihr werdet sein wie Gott", ködert der Teufel erst Eva, dann Adam, von der verbotenen Frucht zu nehmen.
Doch was die Schlange sagte, war eine Lüge - so wie uns heute Werbestrategen vorgaukeln, man brauche bloß diese Sorte Bier trinken, um Freunde zu bekommen. Und man brauche bloß jene Anti-Pickel-Creme, um glücklich und das neueste Handy mit wap zu haben, um "in" zu sein.
Aber immerhin: In einer Beziehung waren die ersten Menschen "wie Gott": Sie wussten, was es hieß, gegen Gottes Gebrauchsanweisung zu verstoßen. Sie wussten plötzlich, was "böse" war, was "Sünde" war. Die Zeit im Paradies war vorbei. Mit Arbeit und unter Schmerzen mussten sie sich fortan ihr Leben verdienen.

 

Gott will uns schützen

 

Warum Gott ausgerechnet diesen Baum verboten hatte? Ich weiß es nicht. Es gibt viele Dinge, die "verboten" sind und ich weiß vielleicht nicht, warum eigentlich. Es gibt so viele Verbotsschilder - zum Beispiel im Straßenverkehr. Ich weiß nicht, warum ich gerade an dieser Kreuzung nicht links abbiegen darf. Eventuell verstehe ich es kurze Zeit später. Aber im Augenblick der Entscheidung denke ich: "So ein Quatsch!" Dann bleibt mir nur eines: Dem Aufsteller des Schildes zu glauben, oder auf meinen eigenen Sinn vertrauen und mich dann möglicherweise einer schrecklichen Gefahr aussetzen.
Gottes Gebote sind sehr gut gemeint. Gott verbietet uns etwas nicht, um uns zu ärgern.

 

Er will uns schützen.
- Schützen wie ein Kind, dass nicht weiß, dass eine Herdplatte heiß und eine Steckdose voll tödlicher Spannung ist.
- Schützen wie eine Teenagerin, deren Leben in einer Nacht verhunst sein kann - bloß weil zwei mal Spaß haben wollten.
- Schützen wie eine Familie, deren Ernährer "keine Lust" mehr hat und "was jüngeres" vorzieht.

 

Vor dem Scherbenhaufen des Lebens

 

Immer mehr Menschen stehen vor einem Scherbenhaufen ihres Lebens
Warum verzweifeln junge Menschen mehr denn alte an sich selbst? Selbstmord- das ist unter 15- bis 25-jährigen nach Verkehrsunfällen die zweithäufigste Todesursache!
Keiner konnte ihnen einen sinnvollen Weg für ihr Leben zeigen. Oder sie wollten ihn nicht gehen. Eine Bankrott-Erklärung ihres Lebens mit sehr tragischem Ausgang.

 

Es gibt zwei Gruppen von Menschen: die einen überhäufen sich selbst mit Schuldgefühlen. Die anderen schieben die Schuld grundsätzlich auf andere. Das Wort "Sünde" gibt es für sie nicht mehr. Die Erziehung ist schuld oder die Gesellschaft. Der Meister oder der Lehrer. Oder überhaupt die Zeit, ja die Zeit ist schuld. "Ich habe nichts falsch gemacht!" behaupten sie. Im Knast sitzen 80 % Unschuldige. Und bestimmt 95 % aller an Verkehrsunfällen Beteiligte sind unschuldig. Und für die ungewollte Schwangerschaft kann doch keiner etwas! Wirklich?

 

Sich auf Regeln einigen

 

Fakt bleibt: Menschen, die miteinander umgehen wollen, müssen sich auf Regeln für dieses Miteinander einigen - oder auf bekannte Handlungsanweisungen zurückgreifen, zum Beispiel:
- in der geschlossenen Ortschaft nur 50 km/h oder weniger zu fahren.
- anderen kein Leid zuzufügen - weder körperlich noch seelisch!
- andere nicht zu töten: weder auf der Straße, noch im Mutterleib!
- für einen bestimmten Lohn eine bestimmte Arbeit zu erbringen.
- für ein Telefongespräch mit einem bestimmten Teilnehmer zuvor eine bestimmte Nummer zu wählen.

 

Gebote sind kein Ver-bote

 

Für Christen sind Gebote keine "Verbote", sondern Richtlinien fürs Leben.
Wer erklärt mir, wie "Leben" funktioniert?
Ratgeber sind gefragter denn je. Noch nie war unser Leben so kompliziert. Vor 20 Jahren gab es vielleicht fünf Joghurt-Sorten. Heute gibt es ein vielfaches von Verbrauchermagazinen, die mir Ausgabe für Ausgabe erklären, welche der unzähligen Joghurt-Sorten besser sind. Es gibt Computer-Magazine, Handy-Zeitschriften, Koch-Magazine und, und, und. Dr. Sommer hat unzählige Nachahmer gefunden. Doch das eigentlich komplizierteste am Leben - das Leben selber - wer erklärt mir das????????
An diesem Punkt haben Christen einen Pluspunkt: Sie können in der Bibel nachlesen, was Gott mit ihnen vorhat, was "gut" ist. Das mag manchen ziemlich ärgern. Aber es ist so.

 

Was haben fromme Christen und Schwerverbrecher gemein?

 

Die Bibel sagt, dass kein einziger Mensch nach Gottes Geboten leben kann. Unmöglich! Der Apostel Paulus formulierte es in einem Brief an die Gemeinde in Rom - lange, bevor dort Päpste saßen"

 

"Es gibt keinen, der einsichtig ist und nach Gottes Willen fragt. Alle haben sich von ihm abgewandt und sind dadurch für Gott unbrauchbar geworden. Da ist wirklich keiner, der Gutes tut, kein einziger. Ihre Worte bringen Tod und Verderben." (Römer-Brief Kapitel 3, Verse 10ff.)

 

HöllenpforteIn Gottes Augen sind alle gleich schlecht.

Keiner kommt in den Himmel.
Das unterscheidet das Christentum von allen anderen Weltreligionen. Islam, Judentum, Buddhismus oder Hinduismus wollen Wege zeigen, den Himmel oder eine andere Art der Erlösung zu erarbeiten. Wer genug arbeitet, betet, fastet oder spendet - der wird erlöst. Nein! sagt Gott. "Keiner kann sich selbst in den Himmel bringen!" Das könnte selbst der Papst nicht und kein Mitglied irgendeiner "freikirchlichen Gemeinde".

 

Wozu dann überhaupt Gebote?

 

Die Bibel - nach der Überzeugung der Christen Gottes Wort - geht noch weiter: Die zehn Gebote seien eigentlich nur geschrieben worden, zu zeigen, dass man Gottes Maßstäben einfach nicht gerecht wird. Es geht nicht, sie zu 100 Prozent zu befolgen.

 

Aus dem Brief an die Römer:

"....Kein Mensch wird jemals vor Gott damit bestehen, dass er die Gebote so erfüllt, wie das Gesetz es erfordert. Die Aufgabe des Gesetzes ist es, dass wir die Sünde erkennen."

 

Noch einmal: Das gilt für den Superfrommen genauso wie für den Schwerverbrecher, für Katholiken, Protestanten und Freikirchler! Alle irgendwann einmal aufgestellten Skalen für die Schwere von Sünde sind menschlich! Die Bibel nennt Ehebruch in einem Atemzug mit Eifersucht und Mord. Es gibt zwar in der Bibel Andeutungen für die Schwere von "Sünde", aber im Ergebnis keinen Unterschied: "Der Lohn der Sünde ist der Tod."

 

Im Matthäus-Evangelium spricht Jesus:

"Aus dem Herzen kommen hervor böse Gedanken: Mord, Ehebruch, Unzucht, Dieberei, falsche Zeugnisse, Lästerungen; diese Dinge sind es, die den Menschen verunreinigen."

 

Im Brief an die Gemeinden in Galatien heißt es (Kapitel 5, Verse 19 folgende):

 

"Gebt ihr euern selbstsüchtigen Wünschen nach, ist allen klar, wohin das führt: zu einem sittenlosen Leben, Unzucht und hemmungsloser Zügellosigkeit, zur Anbetung selbstgewählter Idole und zu abergläubischem Vertrauen auf übersinnliche Kräfte. Feindseligkeit, Streitsucht, unberechenbare Eifersucht, Intrigen, Uneinigkeit und Spaltungen bestimmen dann das Leben ebenso wie Neid, Trunksucht, üppige Gelage und ähnliche Dinge. (...) Wer so lebt, wird niemals in Gottes Reich kommen."

 

Aber was soll dann das ganze Gehabe mit Jesus und dem Kreuz und dem Christsein?
Jetzt beginnt das eigentlich Phantastische: Gott gibt die Chance zum kompletten Neuanfang. Er setzt alles auf Null.
Der Apostel Paulus erklärt es:

"Jetzt aber hat Gott eingegriffen und uns gezeigt, wie seine Gerechtigkeit aussieht, das heißt, wie wir - unabhängig vom Gesetz - vor ihm bestehen können. (...) Gott spricht nämlich jeden von seiner Schuld frei und nimmt jeden an, der an Jesus Christus glaubt. Nur diese Gerechtigkeit läßt Gott gelten. (...) Was sich keiner verdienen kann, schenkt Gott in seiner Güte: Er nimmt uns an, weil Jesus Christus uns erlöst hat. Um unsere Schuld zu sühnen, hat Gott seinen Sohn am Kreuz für uns verbluten lassen. (...) So steht fest, daß Gott allein gerecht ist und nur den von seiner Schuld freispricht, der an Jesus Christus glaubt.

Bleibt uns denn nichts, womit wir uns vor Gott rühmen können? - Nein, gar nichts! (...) Also steht fest: Nicht wegen meiner guten Taten, die ich Gott vorweise, werde ich von meiner Schuld freigesprochen. Gott spricht mich erst dann frei, wenn ich mein Vertrauen allein auf Jesus Christus setze."

 

Gottes Wort ist wie ein Blankoscheck, ausgestellt und einem mit Millionen verschuldeten Menschen in die Hand gedrückt: Sie - jetzt am Bildschirm Ihres Computers - haben ihn in der Hand, den Blankoscheck: "So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern das ewige Leben habe." (Johannes-Evangelium, Kapitel 3)
Der Blankoscheck allein nutzt überhaupt nichts. Im Ofen wärmt er keine Sekunde. Als Lesezeichen färbt die Tinte vielleicht die schönen Seiten. Nur, wer den Scheck einlöst, für den bekommt dieser Fetzen Papier einen Wert.

 

"Wir haben das doch nicht nötig"

Der Apostel Johannes formuliert es so:

"Freilich werden immer wieder Leute behaupten, sie hätten das nicht nötig. sie seien frei von aller Schuld. Wer so etwas sagt, betrügt sich selbst. In ihm ist kein Fünkchen Wahrheit. Wenn wir aber unsere Sünden bereuen und sie bekennen, dann dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott seine Zusage treu und gerecht erfüllt: Er wird unsere Sünden vergeben und uns von allem Bösen reinigen." (1. Johannes-Brief, Kapitel 1, Verse 8ff.)

 

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